Das Vorstellungsgespräch

Zum Greifen nah: Wer im Vorstellungsgespräch glänzt, ist seinem Traumjob ein großes Stück näher!

„Stellen Sie sich vor, es ist Viertel vor neun. Welcher Winkel ergibt sich aus dem Zwischenraum zwischen kleinem und großem Zeiger?“ – „Warum sind Gullideckel ausgerechnet rund?“ – „Wie erklären Sie einem Blinden die Farbe Lila?“, auch wenn die Wahrscheinlichkeit eher gering ist, dass sich Auszubildende bereits in ihrem Vorstellungsgespräch an sogenannten „Brainteasern“ versuchen müssen, so ist eine gute Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch das A und O, um an den Traumjob zu kommen. Schließlich bedeutet eine Einladung zum Vorstellungsgespräch, dass man schon die Mehrheit der Bewerber hinter sich gelassen hat und zu den vielversprechenden Kandidaten gehört.

Damit es auch beim Vorstellungsgespräch klappt, sollte auf bestimmte Punkte geachtet werden: Da für die meisten Unternehmen Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit selbstverständlich sind, sollte dies auch für den Bewerber gelten. Zum Vorstellungsgespräch zu spät zu kommen ist daher gleich ein Minuspunkt, den man mit frühzeitiger Planung und rechtzeitiger Anreise umgehen kann. Kommt dann wirklich mal was dazwischen, sollte man die Telefonnummer des Ansprechpartners parat haben, damit man rechtzeitig über die Verzögerung Bescheid geben kann.

Ein weiterer Punkt ist das Erscheinungsbild. Hierbei sollten die Berufsanwärter darauf achten, dass sie sich dem Berufswunsch entsprechend kleiden. Wer in der Bank arbeiten will, sollte nicht in Jeans und T-Shirt erscheinen, während man bei einem Metzger nicht im Anzug auftreten muss. Weit wichtiger als das perfekte Outfit ist aber die persönliche Note. Man sollte sich nicht verkleidet, sondern wohl in seiner Haut fühlen. Wer in der passenden Kleidung auftritt, strahlt zumeist auch ein positiveres Selbstbewusstsein aus, als jemand, der sich in seinem Outfit unwohl fühlt. Weiterhin ist es ratsam, kurz vor dem Gespräch das Handy entweder lautlos oder gleich ganz auszuschalten. Wird das Gespräch durch permanentes Klingeln gestört, so ist das kein Indiz auf die Wichtigkeit des Angerufenen, sondern auf dessen Respektlosigkeit gegenüber dem Gesprächspartner.

Doch abgesehen von den äußeren Faktoren ist es weit bedeutsamer, dass sich der Bewerber gut auf das Gespräch selbst vorbereitet. Dabei sollte man sich fragen: „Warum will ich genau diese Stelle?“ – „Welche Stärken und welche Schwächen habe ich?“ – „Was macht mich besonders aus? Womit hebe ich mich von den anderen ab?“ Denn genau dies möchte der Arbeitgeber auch vom Bewerber erfahren. Dabei sollten sich die zukünftigen Lehrlinge nicht nur darauf einstellen, Fragen zu beantworten, sondern auch selbst welche stellen.

Ein Bewerber, der gar keine Fragen hat, fällt negativ auf, da dies als Desinteresse ausgelegt werden kann. Daher sollte man sich ein paar Fragen zum Unternehmen, aber auch zur zukünftigen Zusammenarbeit überlegen, wie beispielsweise: „Wer ist mein Ansprechpartner?“, „Mit wie vielen Kollegen arbeite ich im Team?“, „Wie groß ist das Unternehmen insgesamt?“

Der Bewerber sollte zudem darauf achten, dass er sich bei dem Gespräch nicht verstellt, sondern sich selbst treu bleibt. Das bedeutet, dass man sich dabei weder kleiner noch größer macht, als man ist, sondern realistisch über seine Schwächen und Stärken spricht. Wer sich dann noch im Gespräch offen, motiviert und interessiert zeigt, für den stehen die Chancen einen Ausbildungsvertrag zu unterschreiben sehr gut. Falls während des Gespräch doch mal eine kleine Fangfrage gestellt wird, nicht verzagen. Es geht nicht darum, sofort die richtige Antwort zu präsentieren, sondern durch Knobeln und Ausprobieren einen möglichen Lösungsansatz zu finden. Übrigens für alle, die sich während des gesamten Artikels schon fragen, welchen Winkel nun die Zeiger bilden, die richtige Antwort ist leider nicht Null. Da der kleine Zeiger um viertel vor neun erst kurz vor der neun zum Halten kommt, bildet sich ein Winkel von neun Grad.

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