Gute Schule – Kurze Lehrzeit

Wer eine Lehre beginnt, der muss sich in der Regel auf eine dreijährige Ausbildungszeit einstellen – manchmal sogar auch länger. Das ist eine verdammt lange Zeit! Ist die Dauer eigentlich in Stein gemeißelt oder ist unter Umständen eine Verkürzung der Lehrzeit möglich?

Wer sich rechtzeitig darüber informiert, der wird feststellen, dass in bestimmten Fällen mindestens 12 Monate der Azubi-Zeit erlassen werden können. Unter welchen Voraussetzungen ist so etwas möglich? Rechtliche Grundlage ist das Bundesbildungsgesetz, das allerdings in den jeweiligen Bundesländern unterschiedlich ist. Wichtig ist aber, dass man sich vor Beginn der Ausbildung bestimmte Arten der Vorbildung auf die Lehrzeit anrechnen lassen kann. Dazu zählt auch der Schulabschluss. Wenn man beispielsweise ein Abitur vorweisen kann, ist sogar eine Lehrzeitverkürzung um 12 Monate im Bereich des Möglichen. Auch andere Schulabschlüsse können zur Reduzierung der Ausbildungszeit führen.
Wichtig ist, dass du deinen Verkürzungsantrag gemeinsam mit deinem Ausbildungsbetrieb stellst. Je früher du den Antrag einreichst, desto besser. Durch diese Art der Verkürzung kannst du bereits mit dem zweiten Lehrjahr beginnen und hast dadurch gleich Anspruch auf die entsprechende Vergütung.

Doch auch wenn du ein Berufsgrundschuljahr (BGJ) absolviert oder an einer 6- bis 12-monatigen Einstiegsqualifizierung (EQ-Praktikum) teilgenommen hast, kann deine Ausbildung verkürzt werden. Bringst du während deiner Lehrzeit gute Leistungen (in der Berufsschule und im Betrieb), dann kannst du auch nach Beginn deiner Ausbildung einen Antrag auf Verkürzung stellen. Allerdings werden dabei meist deine Schule sowie dein Betrieb um eine Stellungnahme gebeten und nur wenige Firmen lassen ihre besten Azubis vorzeitig gehen. Zu beachten ist dabei immer die festgelegte Mindestausbildungszeit für den jeweiligen Beruf.

Gute Schule – Kurze Lehrzeit

Gute Schule – Kurze Lehrzeit