Als Koch einmal um die Welt

In der Gastronomie stehen jungen Menschen viele Wege offen. Fernsehköche wie Johann Lafer, Sarah Wiener, Tim Mälzer oder Christian Henze machen es vor: Der Beruf des Kochs beinhaltet weit mehr, als Fleisch braten und Gemüse schnippeln. Gute Küche ist heutzutage zu einem Synonym für Lifestyle geworden, und so kann der klassische Ausbildungsberuf für Lehrlinge mit Können und Köpfchen den Weg zur persönlichen, erfolgreichen Karriere ebnen – auch abseits der Studioscheinwerfer. Das Bild des Kochberufes hat sich in den vergangenen Jahren stark gewandelt. Immer beliebter wird er nicht zuletzt wegen der vielfältigen Möglichkeiten, während oder nach der Ausbildung eine Zeit im Ausland zu verbringen.

Spaß am Kochen und am Verwöhnen von Gästen – wer das mitbringt, der hat schon mal die wichtigsten Voraussetzungen für eine Karriere als Koch erfüllt. Zu dem Beruf gehört jedoch noch weitaus mehr: Detaillierte Kenntnisse in der Lebensmittelkunde und im Einkauf, das Organisieren der Arbeitsabläufe in der Küche und das Erstellen von Speiseplänen sind nur einige Beispiele. Was allerdings immer noch viele abschreckt, sind die Arbeitszeiten, denn Köche arbeiten auch heute immer noch meist dann, wenn die anderen essen möchten: Frühmorgens, mittags, abends und vor allem auch an den Wochenenden. Kein Wunder, dass viele angehende Köche aus der Not eine Tugend machen und Beruf und Freizeit verbinden, zum Beispiel auf einem Kreuzfahrtschiff. Die Welt entdecken, neue Leute kennenlernen, Sprachkenntnisse und kulinarisches Wissen erwerben: Große Kreuzfahrtlinien haben den Trend längst erkannt und werben um die besten Ausbildungsabsolventen. Die sogenannte »Erlebnisgastronomie« gewinnt dabei immer mehr an Bedeutung. Show-Kochen mit der Zubereitung von Speisen vor Publikum, Flambieren oder das Kochen zusammen mit den Gästen macht nicht nur den Teilnehmern, sondern auch dem »Meister« Spaß. Aber auch wer sich beispielsweise auf die vegetarische Küche fokussiert oder einige Monate oder Jahre im nahen Ausland wie Österreich oder Italien verbringt und lernt, echte regionale »Schmankerl« zuzubereiten, ist damit auf einem guten Weg, als Koch richtig durchzustarten. Spezialisierung ist hier Trumpf, denn kaum eine gehobene Küche, ob auf dem Schiff oder im Restaurant, kommt heute noch mit einem Koch aus. Stattdessen sind die Arbeitsgebiete genau aufgeteilt. Das Sprichwort »Viele Köche verderben den Brei« stimmt hier also ganz und gar nicht. Teilbereiche sind zum Beispiel der »Entremetier«, der Profi für Beilagen, oder der »Gardemanger«, der alles rund um kalte Speisen und die Geheimnisse des attraktiven Anrichtens weiß.

Infos zur Ausbildung
Der Beruf des Kochs gehört zu den Ausbildungsberufen im Bereich Industrie und Handel und wird im Idealfall mit der Meisterprüfung beendet. Ein bestimmter Schulabschluss zu Ausbildungsbeginn ist nicht vorgeschrieben, immer mehr Betriebe legen jedoch Wert mindestens auf einen guten qualifizierenden Hauptschulabschluss, damit neben den praktischen Ausbildungsinhalten auch ein Erfolg in der begleitenden Berufsschule gesichert ist. Auch die Fremdsprache Englisch sollte für den späteren Karriereweg im Auge behalten werden. Die Einsatzgebiete sind so vielfältig wie unterschiedlich: Gebraucht werden Köche in Restaurants und Hotels ebenso wie in Firmenkantinen, Krankenhäusern oder Pflegeheimen oder bei den Herstellern von Tiefkühlkost. Nach Ablegen der Meisterprüfung stehen viele Wege offen: Das Führen einer Küche oder die Selbstständigkeit mit einem eigenen Restaurant, die Fortbildung zum Betriebswirt im Hotel- und Gaststättengewerbe oder das weiterführende Studium in den Bereichen Lebensmitteltechnologie oder Ernährungswissenschaften ist möglich.



Bildlizenz: © Syda Productions / niroworld; fotolia.com

Als Koch einmal um die Welt

Als Koch einmal um die Welt